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60 Jahre ÖRHB – die Jubiläumsfeier

Die Österreichische Rettungshundebrigade blickt im Jahr 2026 auf 60 Jahre unermüdlichen Einsatz, gelebte Kameradschaft und Menschlichkeit zurück. Seit sechs Jahrzehnten stehen die ehrenamtlichen Mitglieder gemeinsam mit ihren Hunden bereit, um in Not geratenen Menschen zu helfen – oft unter schwierigsten Bedingungen, immer mit Herz für dieses Ehrenamt und im Bewusstsein, große Verantwortung zu übernehmen.

Dieses besondere Jubiläum ist ein guter Anlass, kurz innezuhalten, sich an Vergangenes zu erinnern und sich gleichzeitig auf das Zukünftige zu freuen. Gemeinsam mit den Mitgliedern und zahlreichen Ehrengästen wurde am letzten Wochenende in Spielberg gefeiert.

Es war 1966 als sich eine Handvoll engagierter Idealisten in Wien zusammentaten, um ihre Vision umzusetzen, eine eigene Organisation speziell für die Ausbildung von Rettungshunden zu gründen. Die Hunde sollten für die Suche nach vermissten Personen ausgebildet und eingesetzt werden. Kurz davor war im Augebiet der Donau nach einem seit zwei Tagen vermissten Kind gesucht worden. Der Kindesvater hatte sich an den damaligen Diensthundeführer Anton Gabmayer gewandt und um Hilfe bei der Suche gebeten. Das Kind konnte stark durchnässt und schwer unterkühlt aufgefunden werden. Der positive Ausgang dieser Suche hatte direkten Einfluss auf die Gründung der ÖRHB.

Im fulminanten Festakt der Jubiläumsfeier am 28. Februar spannte die ÖRHB-Bundesleitung, allen voran Präsident Heinrich Fischer und Vizepräsident Jürgen Pichler, den Bogen von dieser Vergangenheit der Gründerväter bis zu aktuellen Ereignissen. Sucheinsätze nach vermissten Personen mit positivem Ausgang, Ausbildungsstandards auf hohem Niveau sowie die Weiterentwicklung der ÖRHB zu einer professionell agierenden und jederzeit einsatzbereiten Organisation prägen das Bild der Gegenwart. Vertreter aus Politik und dem Einsatzwesen, unter ihnen der Abgeordnete zum Nationalrat Andreas Hanger und Feuerwehrpräsident Robert Mayer, drückten nicht nur ihre Wertschätzung gegenüber dem jahrzehntelangen, freiwilligen Engagement der ÖRHB-Mitglieder aus sondern blickten mit ihnen auch in eine gemeinsame Zukunft. Denn Zusammenarbeit ist vor allem bei Einsätzen, wo es immer um Menschenleben geht, der Schlüssel zum Erfolg. Den Blick in die Zukunft begleiteten viele Videobotschaften, eine davon auch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, in denen den ÖRHB-Rettungshundeteams Glück und Erfolg mit auf den Weg gegeben wurde.

Was einst mit einigen Idealisten begann, ist heute die größte hundeführende Einsatzorganisation Österreichs. Mit viel Elan aus der gelungenen Jubiläumsfeier startet die ÖRHB in die kommenden Jahrzehnte – weiterhin mit Herz und Menschlichkeit, Einsatzwillen und Bereitschaft zur Weiterentwicklung. Immer im Sinne der Mission „Hunde retten Menschenleben“.

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